Das war die Umweltdatenschule

Wie stark ist das Grundwasser in meiner Region mit Nitrat belastet? Welche Insektenarten sind in Deutschland am stärksten vom Aussterben bedroht? Und gibt es offene Daten über die Müllverwertung in meiner Stadt? Mit diesen Fragen ist die Umweltdatenschule gemeinsam mit FragDenStaat.de gestartet. Mit Organisationen, Verbänden und Initiativen aus dem Umweltbereich sind wir tiefer in die Welt der Daten eingetaucht, haben Datenkompetenzen vermittelt und neue digitale Methoden ausprobiert. So wurden zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Besonders im Fokus stand der Ökostrombericht 2020, den wir mit der Umweltorganisation ROBIN WOOD entwickelten. Nun endet die Projektlaufzeit der Umweltdatenschule.

Ökostrombericht 2020: Mehr Transparenz für den Strommarkt

Mit dem Bericht empfehlen wir acht von über 1200 Ökostromanbieter, die nicht nur außschließlich Ökostrom vertreiben, sondern auch nahezu keine wirtschaftlichen Verflechtungen zu Unternehmen der Kohle- und Atomenergie aufweisen sowie sich für eine nachhaltige Energiewende engagieren. Die Basis des Berichtes bilden verschiedene Daten, die im Rahmen der Recherche zusammengetragen wurden. In diesem Blogartikel veröffentlichen wir die Rohdaten und geben ein paar Einblicke.

Auf dem Weg zu mehr offenen Wasserdaten

Neben dem Ökostrombericht haben wir uns dem Thema Wasserqualität gewidmet. Mit der globalen Erwärmung und dem industriellen Wirtschaften steigt die Belastung der Wasservorkommen. Diese frühzeitig zu erkennen ist eine wichtige Maßnahme. Kollaborativ gesammelte und offene Daten können dabei helfen. Im Rahmen der Umweltdatenschule haben wir einen Testaufbau entwickelt, mit dem zivilgesellschaftliche Akteure selbstständig Daten zur Wasserqualität erheben und in einer zentralen Datenbank speichern können.

Umweltdaten im ländlichen Raum

Die Vermessung der Umwelt und die Analyse ihrer Beschaffenheit ist insbesondere im ländlichen Raum ein wichtiges Unterfangen. Denn dort befinden sich die wirtschaftlich genutzten Flächen. Andererseits gibt es deutschlandweit zahlreiche Offene Werkstätten - wie Fab Labs, Open Knowledge-Labs, Hacker- und Makerspaces, in denen sich interdisziplinäre Communities mit technischen Fragen beschäftigen. Außerdem treten die Werkstätten häufig als technische Bildungsstätten auf und sind offen für Kooperationen mit lokalen Umweltorganisationen. So entstand eine Kooperation mit dem Netzwerk Offener Werkstätten Brandenburg, mit dem wir testweise zwei Veranstaltungen organisierten. Die Workshops in Potsdam und Cottbus wurden gut angenommen. Die insgesamt 40 Teilnehmenden bildeten interdisziplinäre Workshop-Gruppen und kamen aus öffentlichen Einrichtungen, von Universitäten, Umweltorganisationen oder als Privatperson. Dadurch entwickelten sich lokale Projektgruppen und Organisationen, die sich gegenüber der Datenthematik geöffnet haben, konnten neue Kontakte knüpfen.

Wie geht es weiter

Mit dem Auslaufen der Projektförderung enden auch unsere themenspezifischen Projekte sowie das kostenlose Workshopangebot. Wir können allerdings auch in Zukunft noch für Workshops angefragt werden, sofern dafür ein Budget zur Verfügung steht. Fragt uns dazu einfach direkt an und wir entwickeln gemeinsam ein passendes Angebot. Außerdem stehen euch nach wie vor unsere Lernmaterialien zur Verfügung, die wir unter einer freien Lizenz veröffentlicht haben.



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